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Kinderbuchpreis Heidelberger Leander
Einladung zur Preisverleihung des Heidelberger Leander 2009 >
Warum ein weiterer Kinderbuchpreis?
Das Vermögen zu lesen ist Grundlage aller Bildung - es ist auch Grundlage für den sinnvollen Umgang mit technischen Medien. Lesen zu lernen ist in der modernen Medienwelt aber für viele Kinder ein unüberwindliches Hindernis geworden - das Medium Buch ist für viele Kinder schlicht zu langsam und damit langweilig (das gilt leider nicht selten für viele Bücher, die ausgezeichnet werden). Bücher, mit denen Kinder lesen lernen können (gemeint ist damit nicht der technische Lesevorgang, sondern als Lebenserfahrung), müssen deshalb eine Sprache sprechen, mit der Kinder sich verstehen lernen. Solche Texte und auch Bilder faszinieren Kinder von heute genauso wie Bücher das zu früheren Zeiten vermochten. Dabei gilt: je nüchterner, technischer, kälter die Umwelt von Kindern ist, umso größer ist das Bedürfnis nach Emotionalität, Religiösität und auch Kitsch in Geschichten. Es ist nur sehr viel schwieriger geworden, gute Bücher in der Fülle des Angebots auszumachen; deshalb brauchen die Kinder einen Wegweiser.
Was ist der "Heidelberger Leander"?
Es handelt sich um ein kleines goldenes Katzenköpfchen. Symbolisch soll diese Schmuckstück eine Autorin oder einen Autor auszeichnen, die in besonderer Weise Kindern die Welt der Bücher im allgemeinen (es ist durchaus ein Sachbuch als Preistitel denkbar) und die Welt der Literatur im besonderen eröffnen. 27 Jahre Leanders Leseladen und das Wissen, welche Bücher in möglichst viele Kinderhände kommen sollten, um die Welt, Wirklichkeit und Leben sehen und lesen zu lernen, haben die Idee geboren, den "Heidelberger Leander" zu verleihen, - eine Kinderbuchpreis, ausgewählt mit der Bestätigung durch Kinder. Die Organisation und Koordination liegt in den Händen von Gabriele Hoffmann, der Gründerin von Leanders Leseladen und ihren Mitarbeiterinnen. Der Preis soll einmal jährlich verliehen werden.
Übersicht der bisherigen Preisträge
- 2009 Jeanne Birdsall "Die Penderwicks"
- 2008 Autoren-Preis: Andreas Steinhöfel "Rico, Oskar und die Tieferschatten"
- 2008 Verleger-Preis: Klaus Humann, Carlsen Verlag
- 2007 Kirsten Boie „Der kleine Ritter Trenk“
- 2006 Holly-Jane Rahlens „Wie man richtig küsst“
- 2005 - 25jähriges Jubiläum:
Axel Scheffler „Der Grüffelo“
Margaret McAllister „Urchin von den Sternschnuppen“
Rotraut Susanne Berner „Wimmel-Bilderbücher“
Tilde Michels „Gustav Bär“ - 2004 Zizou Corder „Lionboy“
- 2003 Rindert Kromhout
„Der kleine Esel und sein Geschenk für Jaki“ - 2002 Rafik Schami
- 2001 Paul Maar „Sams“
- 2000 - 20 jähriges Jubiläum:
Helmut Spanner
„Erste Bilder – Erste Wörter“
und „Ich bin die kleine Katze“
Frederick Vahle „Anne Kaffeekanne“
und „Frederick“…
Klaus Kordon
„Triologie – Die roten Matrosen“
Cornelia Funke „Drachenreiter“
Robert André und Georg Telemann
„Herders grosses Bilderlexikon“ - 2000 Joanne K. Rowling „Harry Potter“
Wer ist die erste Preisträgerin?
1998 erschien in Deutschland von Joanne K. Rowling: Harry Potter und der Stein der Weisen. Dieses Buch und seine beiden Fortsetzungsbände erfüllt genau die genannten Bedingungen. Abertausende von Kindern haben weltweit eine staunende Fachwelt damit konfrontiert, dass sie durchaus lesebereit, ja sogar enorm motivierbar sind, wenn man ihnen das zu lesen anbietet, was sie lesen können und wollen. Bemerkenswert dabei ist ihr Qualitätsniveau. Die Jury des Deutschen Kinder- und Jugendbuchpreises konnte sich bislang nicht dazu durchringen, sochermaßen Begehrtes auszuzeichnen.
Im März 2000 war die Autorin auf Einladung von Leanders Leseladen in Heidelberg im "dai" zu Gast. Das für sie inszenierte Harry-Potter-Fest bot einen zauberhaften Rahmen für die Verleihung des ersten "Heidelberger Leanders".
