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02. Das Auto hier heißt Ferdinand
Titel: Das Auto hier heißt Ferdinand, Autor: Janosch
Verlag: Beltz, ISBN: 3407793162 (bestellen), Alter: Ab 1
„Janosch“, das ist noch immer ein magischer Name. Regelmäßig kommen Kunden in die Buchhandlung, die nach Büchern dieses Künstlers fragen, und der Ton mit dem sie das tun, verrät das Glück, dass sie erlebt haben, wenn ihnen seine Bücher vorgelesen wurden, als sie selbst noch klein waren. Ein vom Handel vernachlässigter, von den ehemaligen Lesern aber keineswegs vergessener Titel ist „Ferdinand“. Es geht um die Geschichte von dem schicken gelben Cabriolet, das gerne einen steilen Berg besteigen möchte, allein aber zu schwach dazu ist und deshalb tatkräftige Hilfe braucht. Da muss das Taxi Sieben kommen, um zu schieben, das Auto von der Post, die Feuerwehr, und letztlich den Bauern Nolte mit seinem riesenkräftigen Traktor. Erst sie alle zusammen schaffen es, Ferdinand auf die Spitze des Berges zu bringen … allerdings einen kleinen Millimeter zu weit: „Doch oben fällt der Ferdinand hinunter übern Bergesrand. Und von der steilen Höh’ in einen tiefen See.“ Tja, da helfen auch keine noch so schönen Verse mehr! Aus der Schönheitsschau wird nichts. Und hätte das Pferd vom Wegesrand ihn nicht gerettet, den Ferdinand, wer weiß, wie jämmerlich er im tiefen See hätte verrotten müssen. Das Büchlein mit den festen Pappseiten für Kinder in einem Alter, wenn Informationen noch direkt im Unbewussten verankert werden, führt eitle Technikgläubigkeit auf liebenswürdige und gleichzeitig eindrucksvolle Weise vor: Eine Pferdestärke kann mehr sein, als hunderte davon in motorisierter Form. Oder allgemein gesagt: Wer sehr hoch hinaus will, muss vorher gut nachdenken, wie er wieder Bodenhaftung erreicht.
