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11 Wo Pingu hingehört
Titel: Wo Pingu hingehört, Autor: Satomi Ichikawa:
Verlag: Moritz, ISBN: 3895651850 (bestellen), Alter: Ab 3
Er hat eine weiße Pumphose, gelbe Filzpuschen, ein grünes Leibchen und einen flatternden grünen Schal, und er schaut sehr aufgeweckt in die Welt. Pingu ist der Innbegriff eines geliebten Schmusetiers, und der kleine Danny, dem er gehört, unternimmt auch nichts ohne ihn: Sie essen und schlafen zusammen, fahren mit dem Dreirad, schlagen Purzelbäume und kuscheln ohne Unterlass. Es ist die Fantasielosigkeit seiner Geburtstagsgäste, die diese innige Zweisamkeit beinahe zerstört hätte, denn alle seine „Freunde“ bringen als Geschenk irgendein Stofftier mit. Natürlich sind sie alle nett, doch nicht die personifizierte Liebe. Allerdings drängen sie alle in Dannys Arme und deshalb ist plötzlich für Pingu kein Platz: Zum ersten Mal muss er die dunkle Nacht allein verbringen. Wer spätestens an dieser Stelle nicht in ihn verliebt ist, sollte dieses Buch nicht vorlesen, denn Pingu reagiert auf diese Zurückweisung so, wie sich Eltern das nicht wünschen: Er verlässt Danny, um sich ein neues Zuhause zu suchen. Entsprechende Verhaltensweisen von Kindern konnte bisher lediglich Astrid Lindgren angemessen erzählen. Lotta und Pelle sind ebenfalls solche Kinder, die beherzt für sich selber sorgen, wenn die Mama das nicht richtig macht. Man braucht also schon eine Portion Muttermut, um mit dem eigenen auch manchmal unzufriedenen Kind Pingus Abenteuer mit zu erleben. Am Ende werden natürlich, in bester Tradition, alle Beteiligten erlöst. Pingu wird von seinem verzweifelten Danny wieder gefunden. Den Glücksschrei, den der Junge dabei ausstößt, kann man hören, und die andächtigen Leser müssen nach dem Tanz, den die beiden nun aufführen, nicht mehr darüber reden, wie unglücklich die Mama erst wäre, wenn ihr Prinz verloren ginge.
